Neugestaltung der Ausstellung in der österreichischen Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau
Anlässlich des 70. Befreiungstages des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau wurde im Rahmen eines Werkstattgesprächs am 29. Jänner 2015 in der Diplomatischen Akademie das Konzept zur neuen österreichischen Länderausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau und die bisherigen Arbeiten und Rahmenbedingungen des Projektes präsentiert.
Die IKG Wien und ESRA
Jüdische Initiativen – unter diesem Aspekt stellten zwei wichtige Organisationen ihre Arbeit vor. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG Wien) widmet sich neben ihrer täglichen Gemeindearbeit und einer Vielzahl von Veranstaltungen besonders der Wiederherstellung ihres Gesamtarchivs. Dieses soll als weltweit größtes Archiv einer jüdischen Gemeinde für wissenschaftliche und private Forschungszwecke öffentlich zugänglich gemacht werden. Jüdische Initiativen – unter diesem Aspekt stellten zwei wichtige Organisationen ihre Arbeit vor.
Projekte, die sich an Jugendliche, Studierende und PädagogInnen wenden, sind dem Zukunftsfonds ein besonderes Anliegen. In diesem Sinne präsentiert die Organisation „Centropa“ laut ihrem Leitbild „Jüdische Erinnerung bewahren – Geschichte zum Leben erwecken“ ihre vielfältige und weltweite Arbeit mit und für SchülerInnen und LehrerInnen. Es sind dies Interviews, Publikationen, Ausstellungen und vieles mehr. An filmbegeisterte junge Menschen wandte sich bereits vier Mal der „zeit im:puls Kurzfilmwettbewerb“.
Das 12. Werkstattgespräch widmete sich zwei wesentlichen Aspekten der österreichischen Fotografiegeschichte. Auf der einen Seite der wichtigen Rolle von jüdischen Fotografinnen in der Zeit vom Fin de Siècle bis zum Ende der Ersten Republik: Die Fotografie als junge, noch wenig etablierte Disziplin bot vor allem Frauen aus liberalen jüdischen Elternhäusern die Möglichkeit, beruflich und künstlerisch zu reüssieren.
Austrian Resistance 1938-45
Das 11. Werkstattgespräch widmete sich Wolfgang Neugebauers Monographie über den österreichischen Widerstand in den Jahren 1938 bis 1945, die in Kürze in englischer Übersetzung erscheinen wird (Edition Steinbauer). Wir gingen an diesem Abend aber auch der Frage nach, warum Englisch die lingua franca der modernen Wissenschaft ist
Projektpräsentationen Christoph Lind und Georg Traska / Institut für Erinnerungskultur und historische Intervention, Wien: "Neugestaltung des alten jüdischen Friedhofs St. Pölten" Tina Walzer, Wien: "Der Währinger jüdische Friedhof in Wien. Historische Entwicklung, Zerstörungen der NS-Zeit, Status quo" Werner Sulzgruber, Wiener Neustadt: "Lern- und Gedenkstätte Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt"