Reformpolitik und Warschauer Pakt 1985-1991 Autor: Gerhard Wettig Verlag: StudienVerlag Projektcode: P21-4223
Information zum Projekt
Gorbatschow. Reformpolitik und Warschauer Pakt 1985-1991 (Publikation im Studienverlag)
Gorbachev. Reform Policy and Warsaw Pact 1985-1991 (publication)
Vor 30 Jahren wurde der Warschauer Pakt aufgelöst, die NATO blieb als einziger militärischer Block in Europa erhalten. Die Sowjetunion hatte ihre jahrzehntelang ausgeübte politische Kontrolle weiter Teile Mittelost- und Osteuropas aufgegeben und so wesentlich zur Beendigung des Kalten Krieges beigetragen – ohne Gewalt. Diese Entwicklung war vor allem durch die Politik von Michail Gorbatschow möglich geworden, der in der Phase der systembedingten Schwäche seines Landes eine politische Wendung vollzog, auf den Westen zuging und statt der Konfrontation eine Kooperation suchte. Diese Kehrwende führte einerseits zur Befriedung der Beziehungen zu den NATO-Staaten, andererseits entglitt ihm damit die Kontrolle über das Imperium, im Inneren wie nach außen.
Der überaus komplexe und sich auf mehreren Ebenen vollziehende Verlauf dieser Entwicklung wird auf Basis umfangreicher Recherchen in russischen Archiven von Gerhard Wettig, Altmeister der deutschen Sowjetunionforschung, detailliert dargelegt. Zur Abrundung und Fertigstellung des Buches werden Recherchen in den Beständen des LBI für Kriegsfolgenforschung durchgeführt und in die Analyse mit einbezogen.
Projektverantwortliche
Ruggenthaler Peter Doz. Mag. Dr. - Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung