Verflochtene Erinnerungen an materielle Objekte. Häuser, Hausrat und relationale Erinnerung in der Nachgeschichte von NS-Herrschaft, Holocaust und Zwangsarbeit in Zentraleuropa (Workshop 30.11.2026)
Entangled Memories of Material Objects: Domestic Space, Displacement, and Relational Memory after 1945.The workshops examines domestic objects and spaces as key infrastructures of post-war memory-making.
Der Workshop und das daraus hervorgehende Themenheft untersuchen Häuser, Wohnungen und Hausrat als zentrale Infrastrukturen der Erinnerung in der Nachgeschichte des Nationalsozialismus. Ausgangspunkt ist der Befund, dass die NS-Herrschaft in Zentraleuropa eine Kette von Enteignungen, Vertreibungen und Neubesiedlungen auslöste, die Wohnen und Besitz von Millionen Menschen weit über 1945 hinaus prägte. Einen zentralen Untersuchungsraum bildet Niederschlesien; Österreich dient als Vergleichsfall. Ziel des Workshops ist eine konzeptionelle Schärfung relationaler und materieller Ansätze in der Erforschung der Erinnerung an NS-Verfolgung, Enteignung und Zwangsarbeit, einschließlich methodischer Reflexionen zur Rolle von Objekten, Räumen und Landschaften.
https://zeitgeschichte.univie.ac.at/ueber-uns/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/kerstin-von-lingen/
Projektverantwortliche
von Lingen Kerstin Univ.-Prof. Dr. - Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte