Verdeckte Bilder. Luc Tuymans, der Nationalsozialismus und die Ästhetik des Verdachts (Publikation von Robert Kehl im Böhlau Verlag)
Die Geschichte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust wird oft als Kampf gegen Verdrängung dargestellt. Die Debatte um Erinnerung wurde stets um das „Wie“ geführt, sodass die formbestimmten Themen, rezeptive Adressierungsleistungen oder erinnerungspolitische Prämissen der Kunstwerke das entscheidende Problem abgeben. Die Poetik des „Undarstellbaren“ ist hierfür nur das prominenteste Beispiel, das sich seit den 1970er Jahren im Austausch von Gesellschaftstheorie, Geschichtswissenschaft und Kunst entwickelte.
Mit der eingehenden Untersuchung des malerischen Werks von Luc Tuymans, 1958 im flämischen Teil Belgiens geboren, soll das Buch dem geläufigen Kanon künstlerischer Aufarbeitung nicht einfach einen Abschnitt hinzufügen. Es geht vielmehr darum, ein unbeachtetes ästhetisches Muster und künstlerisches Modell freizulegen, dass sich beim Künstler in prägnanter Weise verdichtet.
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Projektverantwortliche
Wallner, MA Marisa - BRILL Österreich GmbH. - Böhlau Verlag