„Das Fliederlied“ von Bela Zerkovitz (1881-1948) – die Wiederentdeckung Wiener Liederguts
The project intends to re-discover hidden musical treasures of Viennese culture and should allow a revival of the music of a forgotten jewish composer by performing and recording the music, making it available for a wider public.
Das Projekt zielt darauf ab, die Erinnerungskultur zum Beitrag jüdischer Künstler zur österreichischen Kultur zu beleben. Anhand der Wiederentdeckung verborgener musikalischer Schätze der Wiener Kultur und durch die Aufnahme lebendig dokumentierter Musik soll ein einzigartiges musikalisches Revival ermöglicht werden. Béla Zerkovitz ist in Ungarn nach wie vor ein bekannter und vielgespielter Komponist, was sich in zahlreichen Erwähnungen in den sozialen Medien widerspiegelt. Er ist in seiner Bedeutung mit Lehár in Österreich vergleichbar und erlangte darüber hinaus internationales Ansehen als Komponist für Stars wie Josefine Baker oder als Urlaubsbegleitung von Giacomo Puccini. Nicht bekannt ist, dass er aufgrund seiner altösterreichischen Wurzeln und der Verbundenheit zu Wien auch zahlreiche deutschsprachigen Musikstücke komponierte. So ist er Teil einer bekannten Wiener Heurigenmusik-Sammlung, wobei er unter anderem das „Fliederlied“ beisteuerte. Weitere Notenblätter zu Liedern und Singspielen („Die Wundermühle“) befinden sich im Österreichischen Nationalarchiv, jedoch sind keine Tonaufnahmen dazu verfügbar.