Ruth Alon wurde 1924 als Ruth Ebner-Diamant in eine jüdische Familie geboren und wuchs in Wien auf. Ihr Vater versuchte nach dem „Anschluss“ 1938 erfolglos, eine Bescheinigung für die Einreise nach Palästina zu erhalten. Ihre Mutter wollte nicht ohne eine Bescheinigung ausreisen – sie wurde später nach Auschwitz deportiert und von den Nationalsozialist:innen ermordet. Der Vater beschloss, das Land ohne seine Frau zu verlassen und überlebte den Krieg. Ruth Ebner-Diamants Bruder wurde verhaftet und nach Dachau deportiert, aber freigelassen, als es Freund:innen gelang, ein Visum für England für ihn zu besorgen. Als Ruth Ebner-Diamant die Schule nicht mehr besuchen durfte, wurde sie Mitglied der zionistischen Jugendbewegung Maccabi Hatzair, mit deren Hilfe sie Ende 1939 über Triest nach Palästina flüchten konnte. Dort lebte sie zuerst im Kibbuz Kiryat Anavim, später zog sie in den Kibbuz Matzuva, wo sie ihren ersten Ehemann kennenlernte. 1945 zog das Paar zusammen in den Kibbuz Beit HaShita. Sie bekamen ein Kind und ließen sich später scheiden. 1952 lernte Ruth Alon ihren zweiten Mann kennen, das Paar bekam drei Kinder.