Geburtsdatum: 15. November 1920 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 2016 Todesort: Wien, Österreich
Josefa Breuer wurde am 15. November 1920 in eine katholische Wiener Familie geboren. Sie war Mitglied des Österreichischen Jungvolks und später der katholischen Widerstandsbewegung Gruppe Theiss. Gemeinsam mit ihrer Schwester Edith Aschböck (geb. Breuer) nahm sie an der „Rosenkranzfeier“ im Stephansdom am 7. Oktober 1938 sowie der anschließenden Demonstration teil. Wegen ihrer Aktivitäten in der Gruppe Theiss wurde sie am 7. Februar 1940 wegen „dringenden Verdachts zur Vorbereitung des Hochverrates“ von der Gestapo verhaftet. Sie befand sich mehrere Monate in Untersuchungshaft und wurde vom Sondergericht Wien zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Ab April 1945 war Josefa Breuer Mitglied der Österreichischen Volkspartei, ab Juni 1945 unterrichtete sie als Volksschullehrerin, ab 1968 war sie als Volksschuldirektorin tätig. 1973 promovierte sie in Pädagogik. Josefa Breuer war Trägerin des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs, des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien und des Titels Oberschulrat. Zudem war sie aktives Mitglied der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Sie verstarb 2016 in Wien.