Geburtsdatum: 16. August 1921 Geburtsort: Unterschützen, Österreich
Todesdatum: 29. Dezember 1999
Gisela Samer wurde am 16. August 1921 als Gisela Sarközi in Unterschützen, Burgenland, in eine achtköpfige Rom:nja-Familie geboren. Nach dem Schulbesuch kam sie mit 14 Jahren nach Bad Tatzmannsdorf, wo sie in einer Schneiderei arbeitete und das Nähen mit der Nähmaschine lernte. Anschließend war sie in der Landwirtschaft tätig. Im Juni 1939 wurde Gisela Sarközi in Oberwart verhaftet und über Graz nach Ravensbrück deportiert, wo sie im Außenlager Barth Zwangsarbeit leisten musste. Im September 1944 wurde sie nach Sachsenhausen verlegt. Im April 1945 wurde Gisela Sarközi schließlich während eines „Todesmarsches“ befreit und kehrte anschließend nach Österreich zurück. Dort erfuhr sie, dass ihre Eltern und ihre fünf Geschwister in Auschwitz ermordet worden waren; die Rom:nja-Siedlung in Unterschützen war zerstört. Gisela Sarközi heiratete Anfang der 1950er, ihr Mann hatte Mauthausen überlebt. Das Paar gründete eine Familie. Aufgrund der anhaltenden Diskriminierungen in der Zweiten Republik änderten sie ihren Nachnamen 1970 schließlich in Samer. Gisela Samer verstarb am 29. Dezember 1999.