Geburtsdatum: 28. Jänner 1928 Geburtsort: Zahling, Österreich
Todesdatum: 27. September 2007 Todesort: Zahling, Österreich
Karl Sarközi wurde am 28. Jänner 1928 in Zahling, Burgenland, geboren. Bereits als Kind arbeitete er bei Bauern in der Umgebung und konnte die Schule nur sporadisch besuchen. 1939 beschloss die Rom:nja-Familie zu fliehen und fand Unterschlupf bei einem Bauern in Leoben. Schließlich wurde die Familie im Herbst 1940 verhaftet und in das Sammellager Fürstenfeld deportiert – dank des „Ariernachweises“ der Mutter aber wieder freigelassen, was sie vorläufig vor dem Transport nach Auschwitz bewahrte. Karl Sarközi wurde daraufhin zum RAD (Reichsarbeitsdienst) einberufen und kam anschließend wieder nach Zahling. Im Frühjahr 1943 wurde die Familie erneut verhaftet und über Fürstenfeld nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde die Familie bis August 1944 festgehalten und anschließend in verschiedene Lager überstellt; Karl Sarközi wurde gemeinsam mit seinem Vater nach Buchenwald deportiert. Er überlebte und kehrte Ende 1945 nach Zahling zurück. Nur die Mutter und zwei Geschwister hatten mit ihm überlebt; die Familie suchte Arbeitsstellen in der Landwirtschaft. Karl Sarközi fand schließlich eine Stelle im Hoch- und Tiefbau in Wien, wo er mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn zehn Jahre lebte. 1964 kehrte die Familie nach Zahling zurück, Karl Sarközi arbeitete bei einem Transportunternehmen. Er verstarb am 27. September 2007 in Zahling.
Emmerich Gärtner-Horvath [Projektleitung], Michael Teichmann [Inhaltliche Verantwortung], Emmerich Gärtner-Horvath, Josef Schmidt, Michael Teichmann, Christine Wassermann [Aufnahmeteam], Christine Wassermann [Kamera], Josef Schmidt [Ton], Tatjana Berlakov