Rudolf Sarközi wurde am 11. November 1944 als Sohn einer Romni und eines Sinto im Lager Lackenbach geboren, wo er als Säugling im April 1945 befreit wurde. Er besuchte später die Schule in Unterschützen, berichtete aber von kontinuierlicher Diskriminierung wegen seines familiären Hintergrundes. Er erhielt nach Abschluss der Schule keine Lehrstelle, sondern war stattdessen als Hilfsarbeiter in verschiedenen Unternehmen tätig. Rudolf Sarközi heiratete Anfang der 1960er, das Paar bekam einen Sohn, 1964 zog die Familie nach Wien. Dort arbeitete Rudolf Sarközi in einem Elektro- und Blitzschutzunternehmen sowie als Kraftfahrer der Stadt Wien. Er trat der SPÖ bei und war 1989 Mitbegründer des Vereins Roma im Burgenland sowie 1991 Mitbegründer des Kulturvereins österreichischer Roma, als deren Obmann er fungierte. Auch an der Erwirkung der Anerkennung der österreichischen Rom:nja als Volksgruppe 1993 war er maßgeblich beteiligt. Zeit seines Lebens engagierte er sich in diversen politischen Ämtern und Rom:nja-Vertretungen, unter anderem war er Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma im Bundeskanzleramt und Bezirksrat im 19. Wiener Bezirk. Vor diesem Hintergrund erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Goldene Ehren- bzw. das Goldene Verdienstzeichen diverser Bundesländer, die Berufsbezeichnung Professor, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien sowie um die Republik Österreich. Rudolf Sarközi verstarb am 12. März 2016.