Geburtsdatum: 6. Juli 1923 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 8. Dezember 2023 Todesort: Wien, Österreich
Lotte Rybarski wurde am 6. Juli 1923 als Lotte Freiberger in eine jüdische Wiener Familie geboren. Nach dem „Anschluss“ 1938 trat ihre Mutter, die katholisch getauft und 1920 zum Judentum konvertiert war, wieder aus der Kultusgemeinde aus, wodurch die Ehe nach nationalsozialistischen Maßstäben zur „Mischehe“ und Lotte Freiberger zur „Halbjüdin“ erklärt wurde. Während der NS-Zeit lebte sie daher in ständiger Bedrohung. Sie absolvierte eine Lehre zur Schneiderin; während ihre jüdischen Kolleginnen allesamt deportiert wurden, überlebte sie dank ihrer Mutter. Nach dem Krieg war sie weiter als Schneiderin tätig und ab ihrer Pensionierung engagierte sie sich knapp 30 Jahre lang ehrenamtlich im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Lotte Rybarski verstarb am 8. Dezember 2023 in Wien.