Geburtsdatum: 24. Juni 1924 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 1. März 2017 Todesort: Jerusalem, Israel
David Rubinger wurde am 24. Juni 1924 als Dietrich Rubinger in Wien geboren und wuchs im Haus seiner Großeltern auf, die von Galizien nach Wien eingewandert waren. Sie lebten im 12. Bezirk und waren die einzige jüdische Familie in der Nachbarschaft. Sein Vater arbeitete als Altmetallhändler. Seine Eltern waren streng religiös und orthodox, Dietrich Rubinger besuchte zuerst eine Thora-Schule, bevor er in die Regelschule kam. Nach dem „Anschluss“ 1938 durfte er nicht mehr zur Schule gehen. Als sein Vater in Dachau inhaftiert wurde, gelang es dessen Schwester, die in London lebte, ein Visum für ihren Bruder besorgen, der so nach England fliehen konnte. Der Vater versuchte, seine Frau nach England nachzuholen, scheiterte jedoch. Dietrich Rubinger und seine Mutter blieben in Wien, wo er sich der Jugendbewegung Hashomer Hatzair anschloss. Diese verhalf ihm drei Monate nach Kriegsausbruch zu einem Platz auf einem der letzten Schiffe nach Palästina. Dietrich Rubinger kam in Haifa an und ließ sich in einem Kibbuz nieder. Mit 18 Jahren trat er der britischen Armee bei, wo er viereinhalb Jahre tätig war. David Rubinger heiratete dort und kehrte gemeinsam mit seiner Frau nach Palästina zurück. Er trat der Haganah bei und kämpfte im Krieg von 1948. David Rubinger wurde ein bekannter Fotograf und gewann den Israel-Preis für seine Arbeit in den Medien. Im Zuge seiner Arbeit besuchte er auch mehrfach Wien. David Rubinger verstarb am 1. März 2017 in Jerusalem.