Yitzhak Rosner wurde 1926 in Moldovita geboren, einer Stadt in der Region Bukowina, die früher Teil der k.u.k.-Monarchie gewesen war. Er und seine Schwester wuchsen in einem säkularen, deutschsprachigen Haushalt auf. Der Vater, der im Ersten Weltkrieg in der österreichisch-ungarischen Armee gekämpft hatte, war Geschäftsmann in der Holzindustrie. Die Mutter war Mitglied der WIZO (Women’s International Zionist Organization). Im Sommer 1940 wurde die Familie Rosner gezwungen, Moldovita zu verlassen. Im Oktober 1941 wurden sie in das Ghetto Scharhorod (heutige Ukraine) deportiert, wo sie bis 1944 festgehalten wurden. Schließlich befreite die Rote Armee das Ghetto. Dank seiner Russisch- und Rumänischkenntnisse wurde Yitzhak Rosner als Übersetzer für die Rote Armee in Bukarest eingestellt, wo er sein Studium abschloss und der Kommunistischen Partei beitrat. 1968 wanderte Yitzhak Rosner nach Israel aus und arbeitete dort als Ingenieur.