Geburtsdatum: 25. Dezember 1907 Geburtsort: Berlin, Deutsches Kaiserreich
Todesdatum: Februar 2005 Todesort: Wien, Österreich
Rosa Rosenstein wurde am 25. Dezember 1907 als Rosa Braw in Berlin in eine jüdische Familie geboren. Ihr Vater arbeitete als Schneidermeister, ihre Eltern waren aus Polen eingewandert; Rosa Braw war ihre erste Tochter. Sie wuchs mit drei Schwestern und einem Bruder auf, besuchte eine jüdische Mädchenschule und anschließend eine Handelsschule und war Mitglied im jüdischen Turnverein Bar Kochba. Nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie im Geschäft ihres Vaters. Im Februar 1929 heiratete sie Maximilian Weisz, einen ungarischen Juden, im Dezember 1929 bekam das Paar seine erste Tochter, 1933 die zweite. Während der Novemberpogrome 1938 wurde Rosa Weisz‘ Vater verhaftet und nach Polen deportiert. Nach seiner Rückkehr wanderte die Familie aus; teils nach Palästina, teils nach England. Rosa Weisz, ihr Mann und ihre zwei Töchter flüchteten 1939 nach Budapest. Nachdem sie dort temporär verhaftet wurden, beschloss das Paar, ihre Kinder nach Palästina zu Verwandten zu schicken. Maximilian Weisz starb in einem Arbeitslager in der Nähe von Kiew; Rosa Weisz befand sich währenddessen in einem Internierungslager. Den Deportationen entging sie durch Zufall; gemeinsam mit ihrem zukünftigen Ehemann Alfred Rosenstein, ein Wiener Jude, den sie im Internierungslager kennengelernt hatte, und weiteren Jüdinnen und Juden konnte sie sich verstecken und so den Holocaust überleben. 1945 kam der Sohn des Paares zur Welt. Nach dem Krieg zog die Familie nach Wien, wo sich Alfred Rosenstein jahrelang um Restitution der „arisierten“ Gaststätte seiner Familie bemühte. 1947 verstarb Rosa Rosensteins Vater in Palästina. 1951 kam ihre jüngere Tochter für ihre Ausbildung nach Wien; ihre älteste Tochter blieb mit ihrer Familie in Israel. 1961 verstarb ihr Mann in Wien an Krebs. Zwei Jahre später wanderte ihr Sohn nach Israel aus, gründete eine Familie und kehrte 1989 mit dieser wieder nach Wien zurück. Rosa Rosenstein verstarb im Februar 2005 ebenda.