Geburtsdatum: 24. Februar 1922 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: Juni 2004 Todesort: Wien, Österreich
Paul Rona wurde am 24. Februar 1922 als Paul Rosenzweig in eine Wiener jüdische Familie geboren und wuchs im 20. Bezirk auf. Seine Ferien verbrachte er in seiner Kindheit zumeist bei seinen Großeltern in Banská Štiavnica in der Tschechoslowakei. Nachdem er im Februar 1938 die Schule abgebrochen hatte, ging er im Geschäft seines Onkels in die Lehre. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das Geschäft „arisiert“; während der Novemberpogrome wurden Paul Rosenzweig und sein Vater von SA-Angehörigen verhaftet und anschließend in der Karajangasse festgehalten. Sein Vater wurde von dort nach Dachau deportiert, wo er Anfang 1939 verstarb. Die Mutter hatte sich erfolglos bemüht, alle Papiere für eine Ausreise nach Shanghai zusammenzubekommen; nun versuchte sie, die Emigration für ihren Sohn und sich selbst nach England zu organisieren. Im Februar 1939 floh Paul Rosenzweig mit der Jugend-Alijah nach Palästina. Seine Mutter floh schließlich nach Banská Štiavnica, wo sie vermutlich während des Rückzugs der deutschen Wehrmacht erschossen wurde. Paul Rosenzweig lebte nach seiner Ankunft zuerst im Kibbuz ‘Ein Charod, später absolvierte er eine Ausbildung zum Militärpolizisten. Während dieser Zeit wurde er Mitglied des Free Austrian Movements. 1947 kehrte Paul Rosenzweig nach Wien zurück, wo er für die Kommunistische Partei arbeitete und von 1949 bis 1957 Mitglied der Österreichisch-Sowjetischen Freundesgesellschaft war. Nach deren Auflösung änderte er seinen Nachnamen von Rosenzweig in Rona. Er wechselte mehrfach die Arbeit, bis er schließlich eine feste Anstellung als Vertreter fand. Paul Rona heiratete Lucia Zaradnik, die eine kleine Tochter in die Ehe mitbrachte. Im Jänner 1969 trat er aus der Kommunistischen Partei aus. Nach seiner Pensionierung begann er 1982 mit dem Studium der Politikwissenschaften an der Universität Wien; dieses schloss er mit einem Magister ab. Paul Rona verstarb im Juni 2004 in Wien.