Eliezer Robinson wurde 1931 als Leo Robinson in Wien geboren und wuchs im 2. Bezirk auf. Sein Vater besaß ein Textilgeschäft, die Robinsons waren eine wohlhabende Familie. 1932 beschloss der Vater, der die Situation in Deutschland beobachtete, ein Grundstück in Palästina zu kaufen. Während der Novemberpogrome versteckte er sich bereits, da ihn ein NSDAP-Mitglied, das sein Geschäft übernahm, gewarnt hatte. Einige Monate später wanderte die Familie über die Donau und Rumänien nach Palästina aus. Da sie illegal einwanderten, brachten die britischen Behörden sie auf das Schiff Patria, um sie zu deportieren. Aufgrund einer falsch berechneten, von der Haganah platzierten Sprengstoffladung sank das Schiff im Hafen von Haifa. Die Robinsons wurden gerettet und im Internierungslager Atlit festgehalten, bevor ihnen die Einreise gestattet wurde. Sie zogen nach Jerusalem und verkauften ihr Grundstück, wodurch sie sich eine Wohnung leisten konnten. Eliezer Robinson besuchte bis 1948 eine orthodoxe Schule. Er war Teil der israelischen Armee und kämpfte ab 1948 im Krieg. Anschließend schloss er die Schule ab und studierte Medizin in Montevideo, Uruguay. Schließlich kehrte Eliezer Robinson nach Israel zurück und begann im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem zu arbeiten.