Franzi Adler wurde 1924 als Franzi Feldmann in Wien geboren. Sie spielte als Kind gerne Klavier und war Mitglied der zionistischen Jugendbewegung Maccabi. Bereits vor dem „Anschluss“ 1938 erlebte sie Antisemitismus, die Situation eskalierte während der Novemberpogrome: Die Familie wurde Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls, ihr Vater und ihr Bruder wurden gezwungen, im Zuge der „Reibpartien“ die Straßen zu säubern. Ihrem Bruder gelang die Flucht über Italien nach Palästina, er nahm Franzi jedoch nicht mit, da sie als zu jung galt. Im März 1939 floh sie mit dem Zug nach Schweden, wo sie mehrere Jahre bei einer Gastfamilie blieb. Als der Krieg zu Ende war, erfuhr sie, dass ihre Eltern nach Theresienstadt deportiert worden waren. 1948 heiratete Franzi Feldmann und gemeinsam wanderte das Paar Adler nach Israel aus, wo es sich niederließ.