Leon Messler wurde 1929 als einziges Kind einer Wiener jüdischen Familie geboren. Seine Mutter wollte bereits 1929 nach Palästina auswandern, konnte jedoch vorerst keine entsprechenden Zertifikate erhalten. Die Familie verließ Österreich schließlich 1936. Leon Messlers Vater kehrte allerdings ein Jahr später mit seinem Sohn nach Wien zurück, um eine Krankheit behandeln zu lassen, die dieser sich zugezogen hatte. Am Tag des „Anschlusses“ erhielten die beiden zwar ein Visum, doch da die Grenze geschlossen war, mussten sie mehrere Monate lang in Wien bleiben. Im August 1938 gelang es ihnen, nach Palästina zurückzukehren. Nach der Gründung des Staates Israel arbeitete Leon Messler in einer Jugendorganisation. Später besuchte er Österreich mehrere Male, unter anderem im Jahr 1950 mit seiner Mutter, wo die beiden erneut Antisemitismus erlebten, wie er im Interview erzählt.