Geburtsdatum: 10. April 1927 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 14. Jänner 2017 Todesort: Tel Aviv, Israel
Leo Luster wurde am 10. April 1927 in eine jüdische Familie in Wien geboren. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde die Wohnung der Familie „arisiert“, der Vater wurde gekündigt. 1942 wurden Leo Luster und seine Eltern nach Theresienstadt deportiert – die Schwester Helene hatte zuvor fliehen können. 1944 wurden Vater und Sohn nach Auschwitz überstellt, wo der Vater den Selektionsprozess nicht überlebte. Leo Luster meldete sich zum Arbeitseinsatz und wurde nach Gleiwitz transportiert und von dort im Jänner 1945 auf einen „Todesmarsch“ geschickt. Aus dem Lager Blechhammer wurde er schließlich von der sowjetischen Armee befreit. 1949 emigrierte Leo Luster mit seiner Mutter Golda Luster, die Theresienstadt überlebt hatte, nach Israel. Dort lernte er seine spätere Frau Shoshana kennen; das Paar heiratete 1955 und bekam zwei Kinder. Leo Luster arbeitete zuerst im Gesundheitsbereich, später als Angestellter in der österreichischen Botschaft. Nach seiner Pensionierung 1992 setzte sich Leo Luster gemeinsam mit Gideon Eckhaus für die in Israel lebenden, vertriebenen österreichischen Jüdinnen und Juden ein. Er war Vorstandsmitglied des Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel und der Vereinigung der Pensionisten aus Österreich in Israel. 2002 erhielt er für seine Tätigkeiten in diesen Funktionen das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Leo Luster verstarb am 14. Jänner 2017 in Israel.