Geburtsdatum: 15. Mai 1920 Geburtsort: Wien, Österreich
Robert Meir Landesmann wurde am 15. Mai 1920 in eine jüdische Familie in Wien geboren, wo er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder im 13. Bezirk aufwuchs. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium, war zuerst Mitglied der Pfadfinder und später Mitglied eines zionistischen Jugendbundes. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde der Vater im April verhaftet und nach Dachau deportiert. Robert Landesmann versuchte im Juli 1938 das erste Mal, nach Palästina zu flüchten, wurde jedoch an der Grenze zu Italien abgewiesen. Anfang November 1938 versuchte er es erneut und erreichte schließlich nach gut zwei Wochen Fahrt Netanja. Wenige Monate später folgte ihm sein Bruder mithilfe der Jugend-Alijah. Der Vater wurde im Sommer entlassen und die Eltern flohen gemeinsam nach Brasilien, wo bereits Verwandte lebten. In Palästina engagierte sich Robert Landesmann in der Haganah, war im britischen Militär und von 1943 bis 1945 in der Anglo-Jordanian Oil Company tätig. Nach dem Krieg heiratete Robert Landesmann Edith Stiassny. Gemeinsam fuhr das Paar über Paris und Prag nach Brünn (Brno) zu Verwandten und nach Rio de Janeiro zu Robert Landesmanns Eltern; auch sein Bruder und dessen Frau kamen nach Brasilien. Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt kehrten Robert Landesmann und seine Frau wieder nach Palästina zurück, beide waren nach wie vor in der Haganah aktiv. Währenddessen kam der erste Sohn des Paares zur Welt. Wenig später zog das Paar nach Wien. Nach einigen Monaten in Israel zog das Paar nach Zürich und wenige Monate später wieder nach Rio de Janeiro, wo der zweite Sohn geboren wurde. Von dort zog die Familie wieder nach Israel, bis sie 1953 gemeinsam in Wien wohnen konnte; Robert Landesmann hatte dort einen Job als Fluggesellschaftsvertreter erhalten. Die Familie führte ein sehr mobiles und internationales Leben; regelmäßig wurde die Verwandtschaft in Israel und Rio de Janeiro besucht, zudem erhielt Robert Landesmann immer wieder Freiflüge und so konnte die Familie viel reisen. Edith Landesmann eröffnete gemeinsam mit einer Jugendfreundin eine Miederfabrik in Wien, die Söhne besuchten die Schule und den Haschomer Hatzair. Nachdem die Familie einige Jahre in Genf gelebt hatte, zog sie wieder nach Wien zurück, wo die Söhne studierten und maturierten. Robert Landesmann arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Fluggesellschaftsvertreter und betätigte sich anschließend als Journalist und Autor.