Liane Kupfer wurde 1924 als Liane Grünberg in eine jüdische Familie geboren und wuchs bei ihren Eltern und ihrem Onkel in Wien auf. Die Familie zog nach dem „Anschluss“ 1938 zu Liane Grünbergs Großeltern nach Rumänien. Als die sowjetische Armee die Kontrolle über die Region übernahm, beschloss die Familie, nach Czernowitz weiterzuziehen. Die Wehrmacht erlangte ein Jahr später die Kontrolle über die Stadt zurück und errichtete dort ein Ghetto, das Liane Grünberg und ihre Familie überlebten. Als die Rote Armee die Deutschen vertrieb, musste die Familie ihre österreichischen Pässe abgeben und erhielt stattdessen deutsche Pässe. Da Liane Grünberg nun deutsche Papiere besaß, wurde sie 1945 von der Roten Armee in ein Lager südlich von Moskau deportiert. Nach einem Hungerstreik 1947 wurden die Gefangenen repatriiert und die Familie kam nach Wien zurück. Da die Eltern zu geschwächt für eine Weiterreise waren, blieb die Familie dort. Liane Grünberg besuchte 1961 zum ersten Mal Israel und wanderte schließlich 2005 dorthin aus.