Irene Bartz wurde 1923 als Irene Geduldig in Krakau geboren, sie wuchs in einer jüdischen Familie in Wien und Krakau auf. Der Vater war Goldschmied, die Mutter betrieb ein Galanteriegeschäft. Als Irene Geduldig zehn Jahre alt war, kam ihre Schwester Vera zur Welt. Zum Zeitpunkt des „Anschlusses“ 1938 befand sich die Familie gerade in Polen; der Vater kehrte dennoch wegen des Geschäfts nach Wien zurück, die Mutter blieb mit den beiden Töchtern in Polen. 1939 flüchteten sie nach Kostopol im sowjetisch besetzten Teil Polens, später nach Lemberg. Im Jahr darauf wurden sie in ein Arbeitslager am Ural gebracht. Mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion wurden Mutter und Töchter erneut verlegt, in ein Lager bei Novosibirsk, in dem die Mutter 1943 verstarb. Irene Geduldig lernte im Lager ihren späteren Mann kennen, das Paar bekam 1946 ein Kind, Edek. Im November desselben Jahres konnte das Paar gemeinsam mit Vera und Edek das Lager verlassen: Irene Bartz reiste mit ihrer Schwester und ihrem Sohn nach Krakau, ihr Mann nach Posen; beide suchten nach überlebenden Familienmitgliedern. 1957 kam Irene Bartz mit ihrer Schwester und ihrem Kind nach Wien zurück; ihr Mann wollte Posen und seine Familie dort sowie seine Uni-Anstellung nicht verlassen. Die Ehe wurde vier Jahre später geschieden. In Wien arbeitete Irene Bartz in verschiedenen Anstellungsverhältnissen, unter anderem als Büglerin und Verkäuferin; ihre Schwester heiratete einen Schweizer und zog nach Basel. Irene Back blieb in Wien, ihr Sohn wurde erfolgreicher Konzertmanager.