Geburtsdatum: 22. Juli 1911 Geburtsort: Gaishorn, Österreich-Ungarn
Todesdatum: 22. Oktober 2007 Todesort: Trofaiach, Österreich
Marianne Krasovec wurde als Marianne Maier am 22. Juli 1911 in Gaishorn, Steiermark, geboren. Sie wuchs mit fünf Geschwistern auf und interessierte sich schon früh politisch. Als ihr Vater 1923 starb, brach sie mit zwölf Jahren als Älteste der Geschwister die Schule ab und unterstützte die Mutter, indem sie arbeiten ging. Mit 14 Jahren löste sie sich von der Familie und arbeitete zuerst als Magd, später in einer Papierfabrik. 1934 heiratete sie Ferdinand Krasovec, den Begründer der Kommunistischen Jugend in Leoben, ein Jahr später bekam das Paar einen Sohn. Nach dem „Anschluss“ 1938 unterstützte das Paar die Partisan:innen. Marianne Krasovec wurde im Juli 1944 verhaftet und zuerst als Geisel festgehalten. Auch nach der Verhaftung ihres Mannes wurde sie nicht freigelassen, sondern im Gefängnis am Grazer Paulustor inhaftiert. Über Wien, Pankratz und Chemnitz wurde sie schließlich nach Ravensbrück deportiert, wo sie im Oktober 1944 ankam und kurz darauf in das Außenlager Eberswalde überstellt wurde. Dort gelang es ihr, zum Küchendienst eingeteilt zu werden. Nach der Auflösung von Eberswalde wurde Marianne Krasovec wieder nach Ravensbrück überstellt, wo sie Ende April 1945 befreit wurde. Nach der Befreiung kehrte sie in die Steiermark zurück, drei Tage später kam auch ihr Mann an, der die Haft in Mauthausen überlebt hatte. Marianne Krasovec war Mitglied der KPÖ und besuchte solange es ihr möglich war die Treffen der Ravensbrückerinnen im Leobener KZ-Verband. Zudem war sie Mitglied der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen und mehrere Jahre lang Mitglied des erweiterten Vorstands für die Steiermark. Marianne Krasovec verstarb am 22. Oktober 2007 in Trofaiach, Steiermark.