Josef Kohn wurde 1925 in eine sozialdemokratische Arbeiter:innen-Familie geboren und wuchs in Wien im 20. Bezirk auf. Nach dem „Anschluss“ 1938 konnte die Familie nicht wie geplant in die USA auswandern und so wollte sie mit Unterstützung des zionistischen Hashomer Hatzair illegal über Jugoslawien nach Palästina flüchten. Unterwegs strandete sie anderthalb Jahre lang in Kladovo bei Pressburg (heute Bratislava), bis Josef Kohn Jugoslawien allein verlassen konnte und im März 1941 in Palästina ankam. Seine Eltern konnten nicht mehr nachkommen und wurden schließlich von den Nationalsozialist:innen ermordet. Josef Kohn kämpfte im Krieg 1948 und ließ sich anschließend im Kibbuz Gan Shmuel nieder. Er wurde Leiter der Hashomer Hatzair-Bewegung und besuchte später gelegentlich Österreich.