Josef Kanner wurde 1925 in Wien geboren. Er wuchs im 9. Bezirk auf und besuchte eine jüdische Schule, bis die Situation nach dem „Anschluss“ 1938 für ihn unerträglich wurde und er Angst hatte, das Haus zu verlassen. Im August 1939 bestieg er einen Zug, der ihn über die Schweiz nach Deutschland und in die Niederlande brachte. Schließlich erreichte Josef Kanner England. Er hatte dort keine Verwandten und musste die Arbeit auf dem Bau erlernen, die er der Landwirtschaft vorzog. Anschließend wurde er von einem Freund eingeladen, nach Liverpool zu ziehen, wo er während des Krieges an einer theologischen Schule studierte. 1946 reiste er über Paris nach Palästina. Er schloss sich jenem Kibbuz an, in dem sich bereits sein Bruder niedergelassen hatte. 1952 begann Josef Kanner als Zeichner für die Stadtverwaltung von Tel Aviv zu arbeiten und heiratete später.