Geburtsdatum: 14. Mai 1926 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 19. Oktober 2016 Todesort: Israel
Moshe Jahoda wurde am 14. Mai 1926 als Hans Jahoda in eine jüdische Wiener Familie geboren. Er war Mitglied des Turnvereins und der zionistischen Jugendbewegung Hanoar Hazioni. Im März 1939 konnte er als einziges Familienmitglied mit einem Kindertransport der Jugend-Alijah nach Palästina fliehen. Seine Eltern und seine jüngere Schwester wurden im Jänner 1943 in Auschwitz ermordet. Moshe Jahoda lebte bis 1948 in einem Kibbuz und war ab 1946 bei der Haganah bzw. nach 1948 bei der israelischen Armee tätig, wo er Major wurde. 1953 begann seine Karriere außerhalb des Heeres; er arbeitete im Landwirtschaftsministerium, wo er bis zum Vizegeneraldirektor aufstieg. Später wurde er als Botschaftsrat in die israelischen Botschaften in Argentinien, Uruguay und Paraguay berufen. Er heiratete, das Paar bekam drei Kinder. Moshe Jahoda engagierte sich zudem gegen das Vergessen und für die Entschädigung von Opfern des Holocausts: Er wurde 1999 Vertreter der Claims Conference in Wien und war führend an den Restitutionsverhandlungen mit der Republik Österreich beteiligt, zudem fungierte er als Mitglied des Kuratoriums des Zukunftsfonds der Republik Österreich sowie als Ehrenkurator beim Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Moshe Jahoda verstarb am 19. Oktober 2016 in Israel.