Geburtsdatum: 10. April 1934 Geburtsort: Langental, Österreich
Wilhelm Horvath wurde am 10. April 1934 in Langental, Burgenland, in eine neunköpfige Familie geboren und wuchs viersprachig auf (Deutsch, Kroatisch, Roman, Ungarisch). Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er als Rom verfolgt. 1940 wurde die Familie in das Lager Lackenbach deportiert, wo die Großmutter zwei Wochen später verstarb. Die Familienmitglieder mussten zwei Jahre lang Zwangsarbeit verrichten. Der Vater konnte von seinem Arbeitsort, dem Meierhof bei Unterpullendorf, manchmal Nahrung ins Lager schmuggeln. Dank der Intervention eines Vorgesetzten konnte die Familie im Oktober 1942 das Lager Lackenbach verlassen, in den Meierhof ziehen und somit der drohenden Deportation nach Auschwitz-Birkenau entgehen. 1945 kehrte die Familie nach Langental zurück. Wilhelm Horvath konnte die Schule nachholen und beschloss mit 14 Jahren, Musiker zu werden. Er absolvierte später das Konservatorium und wurde ein erfolgreicher Musiker, unter anderem in einer Roma-Kapelle. 1960 heiratete er, 1962 zog das Paar nach Rom. Wilhelm Horvath und seine Frau kehrten nach seiner Pensionierung wieder zurück ins Burgenland.
Emmerich Gärtner-Horvath [Projektleitung], Michael Teichmann [Inhaltliche Verantwortung], Emmerich Gärtner-Horvath, Josef Schmidt, Michael Teichmann, Christine Wassermann [Aufnahmeteam], Christine Wassermann [Kamera], Josef Schmidt [Ton], Tatjana Berlakov