Erwin Auspitz wurde 1928 in eine Wiener jüdische Familie geboren und wuchs gemeinsam mit einer Schwester auf. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde der Vater gezwungen, im Zuge der „Reibpartien“ die Straßen Wiens zu schrubben, anschließend wurde er für mehrere Wochen inhaftiert. Die Familie wurde delogiert, ihre Wohnung „arisiert“; sie zogen vorübergehend bei einer Tante ein. Kurz darauf wurde Erwin Auspitz der Schule verwiesen und musste in das Chajes-Gymnasium wechseln. Im Zuge der Novemberpogrome wurde der Vater abermals verhaftet. Im Jänner 1939 floh die Familie über Hamburg nach Buenos Aires, Argentinien. Dort lernte Erwin Auspitz Spanisch, schloss die Schule ab und heiratete 1953.