Geburtsdatum: 26. August 1901 Geburtsort: Wien, Österreich-Ungarn
Todesdatum: 1992
Leopold Grünwald wurde am 26. August 1901 in eine jüdische Wiener Familie geboren. Er engagierte sich bereits in seiner Schulzeit politisch und maturierte 1919. Anschließend ging er in die Tschechoslowakei, wo er für den Jugendverband der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik arbeitete. Ab 1921 war er Mitglied der Kommunistischen Partei und als Journalist tätig. 1939 flüchtete er in die UdSSR und wurde journalistischer Mitarbeiter bei der Komintern. Ab 1943 war er für den „Sudetendeutschen Freiheitssender“ verantwortlich und arbeitete für Radio Moskau. Nach Kriegsende kehrte Leopold Grünwald 1947 nach Österreich zurück, wurde Mitglied der KPÖ und Redakteur der „Volksstimme“. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings trat er aus der KPÖ aus. Er verfasste mehrere Bücher, unter anderem über den sudetendeutschen Widerstand.
Die im Rahmen des Projekts P21-4450 bearbeiteten Interviews wurden vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und dem Multimedialen Archiv des