Todesdatum: 5. Dezember 2006 Todesort: Mauthausen, Österreich
Manuel García Barrado wurde am 1. Jänner 1918 als Sohn eines Eisenbahners und einer Schneiderin in Madrid geboren. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte er aufseiten der Republikaner gegen Francisco Franco und seine Anhänger:innen. Nach der Niederlage der Republikaner flüchtete er nach Frankreich, wo er im Lager Gurs inhaftiert wurde. Von dort meldete er sich zur Fremdenlegion, in der er gegen die deutsche Wehrmacht kämpfte. Nach der Niederlage wurde er als Kriegsgefangener im Stammlager Stalag XII D inhaftiert und im Frühling 1941 nach Mauthausen überstellt. Manuel García Barrado überlebte im Hauptlager und später im Außenlager Gusen als Bauzeichner. Das Lager wurde im Mai 1945 befreit; da er wegen der Franco-Diktatur nicht nach Spanien zurück konnte und mittlerweile gut Deutsch sprach, blieb er in der Gemeinde Mauthausen, heiratete und hatte mit seiner Frau zwei Kinder. In der Nachkriegszeit war er Fußballspieler im ASKÖ Mauthausen. Ab 1963 übernahm er die Leitung der ֲֲֲֲKZ-Gedenkstätte Mauthausen, 1983 trat er in den Ruhestand. Manuel García Barrado verstarb am 5. Dezember 2006 in Mauthausen.
Mauthausen und die nationalsozialistische Expansions- und Verfolgungspolitik