Meir Freund wurde 1930 als Martin Freund geboren und wuchs in einer jüdischen Wiener Familie im 2. Bezirk auf. Nach den Novemberpogromen suchte die Familie nach einer Möglichkeit, das Land zu verlassen. Der Vater war Veteran des Ersten Weltkrieges und hatte daher Anspruch auf eine Ausreisegenehmigung aus Österreich, mit der er nach Palästina emigrierte. Nachdem sie all ihre Besitztümer in Wien aufgegeben hatten, durfte auch der Rest der Familie das Land verlassen. Martin Freund und seine Mutter wohnten zunächst bei Verwandten in Antwerpen, wo sie Visa für England erhielten und ein Jahr dort blieben, als der Krieg ausbrach. Während des Krieges wurden er und andere Kinder aus London evakuiert. Martin Freund und sein Cousin lebten etwa drei Monate auf einem Bauernhof, bis seine Mutter die beiden zurückholte. Da es ihnen schwerfiel, in London Arbeit zu finden, wanderten sie nach New York aus, wo sie bis 1945 blieben, bevor sie nach Palästina weiterzogen. Dort schloss sich Meir Freund der Haganah an und kämpfte auf den Golanhöhen. Nach dem Krieg begann Meir Freund in der Familienbuchhandlung Sinai in Tel Aviv zu arbeiten, später war er für die israelische Flughafenbehörde tätig.