Geburtsdatum: 1937 Geburtsort: Eisenstadt, Österreich
Kurt Meir Figdor wurde 1937 in Eisenstadt geboren und wuchs mit einer kleinen Schwester auf. Seine Eltern besaßen ein Stahl- und Holzwarengeschäft im benachbarten Steinbrunn. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde Meirs Vater fast zu Tode geprügelt und die jüdische Familie beschloss, in Wien unterzutauchen. Dort wurde der Vater verhaftet und Kurt Meir Figdor in ein Waisenhaus gebracht. Seiner Mutter gelang es jedoch, ihn aus dem Waisenhaus zu holen, der Vater wurde freigelassen. Ende 1940 versuchte die Familie via Schiff zu migrieren, konnte jedoch keinen Platz ergattern. Die Mutter beschloss daraufhin, sich an die Gestapo zu wenden, um auf die Passagierliste gesetzt zu werden, was der jüdischen Gemeinde zugesichert worden war. Während der Reise gab es sehr wenig zu essen. Kurt Mair Figdors kleine Schwester überlebte die Reise nicht und wurde auf Kreta begraben, als das Schiff dort anlegte. Die restliche Familie kam in Haifa an, wo die britischen Behörden sie im Lager Atlit festhielten und dann nach Mauritius deportierten, wo sie fünf Jahre lang interniert wurden. Die britischen Behörden schickten sie schließlich nach Palästina zurück. Dort besuchte Kurt Meir Figdor eine Berufsschule und studierte Metallverarbeitung. Er setzte sein Studium am Technion in Haifa fort und trat mit 18 Jahren der israelischen Luftwaffe bei, wo er mehrere Jahre tätig war. Später wurde er Lehrer. 1969 verbrachte er ein Jahr in Salzburg, wo er Religion und Hebräisch unterrichtete. Kurt Meir Figdor war zweimal verheiratet und hat mit seiner ersten Frau vier Kinder.