Geburtsdatum: 3. Juli 1923 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 29. Juni 2020 Todesort: Tel Aviv, Israel
Gideon Eckhaus wurde am 3. Juli 1923 in eine jüdische Wiener Familie geboren, seine Eltern waren Kaufleute. Seine Mutter verstarb 1934 an den Folgen einer Lungenentzündung. Da der Vater viel auf Geschäftsreisen unterwegs war, lebten Gideon Eckhaus und sein Bruder bei ihrer Großmutter. Gideon Eckhaus war ab 1935 Mitglied des zionistischen Jugendverbandes. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde die Firma seines Vaters „arisiert“. Nach den Novemberpogromen flüchtete Gideon Eckhaus über Triest nach Palästina. Sein Bruder konnte ebenfalls rechtzeitig fliehen und migrierte in die USA, sein Vater wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. In Palästina angekommen, beteiligte Gideon Eckhaus sich aktiv am Aufbau des Staates Israel; nach seinem Wehrdienst widmete er sich insbesondere der Arbeit mit jugendlichen Ankommenden und der Betreuung von österreichischen Jüdinnen und Juden. Er gründete gemeinsam mit Leo Luster das Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel, dessen Präsident er viele Jahre lang war, sowie die Vereinigung der Pensionisten aus Österreich in Israel. Ab 1994 beteiligte er sich an den Restitutionsverhandlungen und war Vorsitzender der Israelisch-Österreichischen Gesellschaft Tel Aviv. Er wurde unter anderem mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem Großen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Gideon Eckhaus verstarb am 29. Juni 2020 in Tel Aviv.