Publikation Wehrmachtssoldaten & Rotarmisten

Buchinformation


Wehrmachtssoldaten & Rotarmisten
80 Jahres Kriegsende (Katalog zu Ausstellung)
Autor: Friedrich Polleroß
Verlag: Michael Imhof Verlag
Projektcode: P25-5728


Information zum Projekt


Wehrmachtssoldaten & Rotarmisten: 80 Jahre Kriegsende (Ausstellung, Veranstaltungen (Podiumsdiskussion, Lesung, Filmvorführung, Exkursion), Forschung, Dokumentarfilm


Wehrmacht soldiers & Red Army soldiers: 80 years since the end of the war. The exhibition and accompanying events are dedicated to the years around 1945 from the point of view of a Soviet photographer and Austrian soldiers.


Das Jahr 1945 markiert Ende und Anfang österreichischer Geschichte: die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und die Befreiung von der NS-Diktatur einerseits, den Beginn der Besatzung und den Anfang der Zweiten Republik andererseits. Das „Erste österreichische Museum für Alltagsgeschichte“ nimmt den 80. Jahrestag zum Anlass für eine Ausstellung über den historischen Kontext in den Jahren vor und nach 1945. Dabei werden die österreichisch-russischen Beziehungen und drei alltagsgeschichtliche Aspekte ins Zentrum gestellt. Der erste Teil der Schau ist sowjetischen Fotos vom Wien des Jahres 1945 gewidmet. Sie stammen von dem 1917 in der heutigen Ukraine geborenen Jewgenij Chaldej, der durch seine Aufnahme vom Rotarmisten, der die Sowjetfahne auf dem Berliner Reichstag hisst, allgemein bekannt geworden ist. Im Auftrag der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS begleitete er die Sowjetarmee in Wien. Der erfahrene Kriegsfotograf dokumentierte die letzten Kämpfe, die Ruinen der Stadt, die Siegerposen der Russen und das Leid der Flüchtlinge. Der zweite Ausstellungsteil bietet sozusagen die Vorgeschichte bzw. die Ereignisse der Jahre um 1945 aus der Sicht von Soldaten der Deutschen Wehrmacht. Anhand von privatem Material wie Fotos und Briefen werden unterschiedliche Schicksale von Menschen aus der Region aufgerollt. Ein eigener Abschnitt ist der Geschichte des Truppenübungsplatzes Döllersheim gewidmet, der 1938 angelegt auch als Lager für Kriegsgefangene diente und 1945 von der sowjetischen Armee übernommen wurde. Die damals vorgesehene Wiederbesiedlung scheiterte schließlich aufgrund der geplanten Nutzung für das 1957 gegründete Österreichische Bundesheer. Durch die 1949 begonnenen Bauarbeiten für die Kampkraftwerke setzte die junge Republik in der Region jedoch mit amerikanischer Finanzhilfe auch ein kräftiges Zeichen für den Wiederaufbau. http://www.poella.at/museum
Projektverantwortliche
Polleroß Friedrich Dr. - Dorferneuerungsverein „Club Neupölla“
Projektzeitraum
2025-03-01 bis 2025-09-30
Kategorie
Ausstellung, Exkursion, Veranstaltung
Region
Österreich
Status
Projekt beendet