Von der k. u. k. Monarchie bis zum Islamgesetz: Musliminnen und Muslime in Österreich
Eine kritische Untersuchung des Toleranzkonzeptes Autor: Amani Abuzahra Verlag: Verlag Herder GmbH Projektcode: P25-5723
Information zum Projekt
Von der Duldung der Musliminnen und Muslime in Österreich bis zum gegenseitigen Respekt – und wieder retour? (Publikation im Herder Verlag)
From the Toleration of Muslims in Austria to Mutual Respect – and Back Again? (publication)
Das Projekt untersucht die beiden österreichischen Islamgesetze von 1912 und 2015 hinsichtlich ihres Toleranzgehalts anhand von Rainer Forsts Toleranzkonzept, insbesondere den Varianten „Duldung“ und „Respekt“. Dabei werden sowohl rechts- als auch toleranzphilosophische Aspekte im Kontext von Liberalismus und Kommunitarismus analysiert, um ein vertieftes Verständnis der Toleranzpolitik gegenüber Muslim:innen in Österreich zu ermöglichen. Die Untersuchung berücksichtigt die Gesetzgebungsverfahren und deren Kontextualisierung, einschließlich Machtverhältnissen, Narrativen und geopolitischen Strategien, die aus einer „grenzorientalistischen Perspektive“ beleuchtet werden. Neben den Gesetzestexten selbst werden parlamentarische Stellungnahmen, Positionspapiere sowie Einwände betroffener Gruppen herangezogen. Ein Vergleich der beiden Gesetze zeigt, ob die rechtliche Toleranzkontinuitität der Habsburger Tradition fortbesteht oder ob ein Wendepunkt markiert wurde.