Antisemitismus, Nationalsozialismus und Hexenverfolgung im Lavanttal. Autor: Gönitzer, Pressl (Hg.) Verlag: Clio Graz Projektcode: P24-5274
Information zum Projekt
1493 & 1934: Nullpunkte der Gewalt im Lavanttal (Publikation im Verlag CLIO)
1493 & 1934: Zero points of violence in the Lavanttal. The years 1493 and 1934 are two turning points (“zero points”) for examining the associated historical processes in the Lavanttal.
Ausgangspunkt für das Buch sind zwei Jahreszahlen (1493 & 1934), die neben dem zeitlichen Rahmen auch den inhaltlichen festlegen. Im Mittelpunkt des Sammelbands zur regionalen Gewaltgeschichte stehen zum einen die „Hexenverfolgungen“ und zum anderen der NS-Terror. So markiert die Jahreszahl 1493 den ersten Prozess, bei dem in Österreich der „Teufelsbund“ ausschlaggebend für eine Todesurteil für drei als Hexen verfolgte Frauen wurde. Dieser Prozess fand
in Bad St. Leonhard im Lavanttal statt. Das zweite Negativ-Schlaglicht fällt auf 1934: Im Zuge des „Juliputschs“ haben die Nationalsozialisten nirgends in Österreich ein größeres Gebiet politisch sowie militärisch beherrscht als in der Region um Wolfsberg. Diese zwei Ereignisse sollen als kritische Vermessungspunkte – als „Nullpunkte“ – dienen, um die im Zusammenhang stehenden historischen Prozesse zu beleuchten, die neben Unterschieden auch Gemeinsamkeiten aufweisen und sowohl das Lavanttal als auch Kärnten/Koroška im Allgemeinen betreffen.
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Projektverantwortliche
Halbrainer Heimo Mag. Dr. - CLIO Verein f. Geschichts- u. Bildungsarbeit