Helene Bauer - Intellektuelle, Ökonomin, Austromarxistin
Schriften zur Politischen Ökonomie 1919-1936 Autor: Dunja Larise Verlag: mandelbaum Projektcode: P23-5159
Information zum Projekt
HELENE BAUER – SCHRIFTEN ZUR POLITISCHEN ÖKONOMIE 1919-1936 (Publikation im Mandelbaum Verlag)
HELENE BAUER - WRITINGS ON POLITICAL ECONOMY 1919-1936 (publication)
Das Buch »Helene Bauer – Schriften zur Politischen Ökonomie 1919 bis 1936« basiert auf
den veröffentlichten Texten in der theoretischen Zeitschrift der Sozialdemokraten „Der
Kampf“. In 8 Kapiteln kontextualisiert die Philosophin und Politikwissenschaftlerin die
Schriften von Helene Bauer. Der Diskurs spannt sich von der bewegten Geschichte der
ersten österreichischen Republik und der österreichischen Sozialdemokratie / Helene
Bauer und die österreichische Schule der Nationalökonomie - Über Methodik und
Voreingenommenheit in der Ökonomie / Geldwirtschaft und Otto Neurath / Imperialismus /
Zur Krise der Weltwirtschaft / Die Ökonomie des Faschismus / Ehe, Emanzipation und
soziale Klasse.
Als aktive Sozialistin und Sozialwissenschaftlerin beteiligte sich Helene Bauer an fast allen
Debatten der Austromarxist:innen ihrer Zeit. Wie ihre Kollegin Käthe Leichter schrieb sie
1919 ausführlich über die Sozialisierung der Großindustrie und die Besteuerung des
Großeigentums. Sie schrieb auch auf Deutsch und Polnisch über die polnische Wirtschaft
und Gesellschaft. Sie engagierte sich in der Diskussion über feministische Themen, obwohl
dies nicht der primäre Fokus ihrer Arbeit war. Ihre ausführlichsten Analysen widmete sie
der politischen Ökonomie. Das war das Gebiet, in dem sie am meisten publizierte und die
umfassendste Forschung produzierte. Sie war Mitglied des Wiener Stadtschulrates und vor
allem sehr intensiv an der Gestaltung der Bildungsprogramme des Arbeiterbildungszentrums beteiligt. Sie leitete marxistische Diskussionen im Sozialistischen Arbeiterverein für Wirtschaft und Politik (SAWUP) und leistete einen wesentlichen Beitrag
zur Bildung einer sozialistischen Studentengeneration ihrer Zeit. Sie lehrte Statistik an der
Arbeiteruniversität in Döbling in Wien. 1930 beteiligte sie sich an der bis dahin
ehrgeizigsten Untersuchung zur weiblichen Berufsarbeit in Österreich, Handbuch der
Frauenarbeit, herausgegeben von der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien. Das
Projekt wurde von Käthe Leichter initiiert und geleitet und umfasste Beiträge führender
Feministinnen und Wissenschaftlerinnen in Österreich. Helene Bauer steuerte ein Kapitel
zur Frauenarbeits- und Bevölkerungspolitik bei.
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