Waren Österreicher unter nationalsozialistischen Tätern überrepräsentiert?
in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. 4/2024 Autor: Kurt Bauer Verlag: De Gruyter Oldenbourg Projektcode: P19-3671
Information zum Projekt
Wie hoch war der Anteil von Österreichern an den nationalsozialistischen Tätern? (Forschungsprojekt)
What was the percentage of Austrians among the National Socialist perpetrators?
Jahrzehntelang bestimmte die „Opferthese“ Österreichs Position zum Nationalsozialismus. Man sah sich als erstes Opfer der Angriffspolitik Hitlers. In Opposition zu diesem zweifelhaften offiziösen Standpunkt entwickelte sich ab den späteren 1960er-Jahren eine Art „Täterthese“, wonach Österreicher in überdurchschnittlichem Ausmaß an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt gewesen seine. Allerding geriet diese längere Zeit akzeptierte „Täterthese“ ungefähr ab dem Jahr 2000 in die öffentliche Diskussion und wurde zunehmend angezweifelt.
Dr. Kurt Bauer soll im Rahmen des Projektes den aktuellen Forschungsstand evaluieren, anhand der Sekundäranalyse von in Fachpublikationen zu findenden Auflistungen von NS-Tätern und der Auswertung von originalen Quellenbeständen weitere Datenerhebungen und Datenauswertungen durchführen, um dadurch zur Klärung der strittigen Frage beizutragen.
Projektverantwortliche
Stelzl-Marx Barbara Univ.-Prof. Dr. - Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geschichte