Der Weg zur beuflichen Gleichstellung Autor: Ilse Korotin / Edith Stumpf-Fischer Verlag: Praesens Verlag Projektcode: P19-3642
Information zum Projekt
Bibliothekarinnen in und aus Österreich. Der Weg zur beruflichen Gleichstellung (Publikation im Praesens Verlag = biografiA – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin und Edit
Die Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit (als eindrucksvolles Beispiel sei hier vorweg auf die Biografie der am Wiener Philosophischen Institut über 20 Jahre unbesoldet als Bibliothekarin tätigen Philosophin Amalia Rosenblüth hingewiesen. Nur durch ihr „Untertauchen“ gelang ihr in letzter Minute die Flucht aus dem nationalsozialistischen Wien. Ihre bibliothekarische Laufbahn setzte sie später in den USA fort).
Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.
Ziel des Forschungsvorhabens war es, den langen und hindernisreichen Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe „Bibliothekarinnen“ darzustellen, wobei auf jene Frauen besonders Rücksicht genommen wurde, die durch die zeithistorischen Ereignisse bedingt, Österreich verlassen mussten, bzw. – wie im Fall der Afrikanistin Marianne Schmidl, im Konzentrationslager ermordet wurden.
Die geplante Publikation enthält im ersten Teil 21 bibliotheksspezifische Beiträge und im zweiten Teil 118 ausgewählte Biografien.
www.biografiA.at
Projektverantwortliche
Korotin Ilse Dr.in - Institut für Wissenschaft und Kunst, Dokumentationsstelle Frauenforschung