Von der Demütigung bis zur Zerstörung des Subjekts
Über die Entsubjektivierung in der Shoah Autor: Anna Klieber Verlag: Mandelbaum Verlag Projektcode: P19-3419
Information zum Projekt
Von der Demütigung bis zur Zerstörung des Subjekts - Über die Entsubjektivierung in der Shoa (Publikation im Mandelbaum Verlag)
Humiliation and Destruction of Subjectivity. Desubjectivation in Nazi-concentration camps (publication)
„Von der Demütigung bis zur Zerstörung des Subjekts“ ist eine philosophische Auseinandersetzung mit dem inhaftierten Subjekt in der Shoah. Die permanente Androhung von Vernichtung in den Lagern sollte dazu beitragen die Opfer aus der ‚allgemeinen Menschheit’ auszuschließen. Dabei ging es auch um die Zerstörung der Fähigkeit, als Subjekt freie Entscheidungen treffen zu können, sowie über grundlegende Kontroll- und Handlungsfreiheiten zu verfügen. Es wird argumentiert, dass ausgehend von den praktizierten, institutionalisierten und systematisierten Formen der Erniedrigung und Demütigung in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern eine ‚Entsubjektivierung’ bei den Opfern herbeigeführt wurde. Als ein System der Entsubjektivierung kann die Shoah deshalb begriffen werden, weil diese Logik grundlegend in die der nationalsozialistischen Vernichtungslager eingeschrieben war. Besonders zentral sind dabei der Zusammenhang und Übergang zwischen den genannten Konzepten. Sie werden daher im Buch in ihren unterschiedlichen Teilbereichen analysiert und miteinander in Verbindung gesetzt.