Geschlechterspezifische Zuschreibungen, behördliche Routinen und Orte der Verfolgung im Nationalsozialismus Autor: Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal Verlag: Mandelbaum Verlag Projektcode: P18-3227
Information zum Projekt
Stigma "asozial". Die Verfolgung von Frauen in der "Ostmark" - Strukturen und behördliche Routinen (Buchmanuskript)
The stigma "antisocial". The persecution of women - structures and administrative routines
Ausgehend von den Forschungsergebnissen des Projektes zur Verfolgung von „asozialen“ Frauen (siehe P16-2359) werden zahlreiche Fragen in drei Schwerpunkten gebündelt.
- Die Untersuchung von Strukturen und Abläufen der „Asozialen“-Verfolgung in den anderen Gauen der Ostmark (Oberdonau, Salzburg, Tirol-Vorarlberg) Steiermark, Kärnten). Im angestrebten Vergleich mit Gauen ohne „funktionierende“ Asozialen- Kommissionen wird nach den unterschiedlichen Ausgestaltungen des behördlichen Prozederes gefragt.
- Die Recherche und Analyse von Haft- und Unterbringungsorten für als „asozial“ stigmatisierte Frauen in der Ostmark, fokussiert auf die Unterbringungspraxis in Gauen ohne entsprechende Einrichtungen in Form von Arbeitsanstalten für Frauen. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Verläufe der Verfolgung, etwa der Verschickung in Arbeitsanstalten anderer Gaue Verhandlungen vor Sondergerichten oder verstärkter „Kriminalisierung“ abweichender Verhaltensweisen.
- Das Verhältnis der Stigmatisierungen von „Asozialität“ und „Kriminalität“: Es geht um die diskursiven Abgrenzungen und Verknüpfungen, denen im Zuge von einzelnen Fallrekonstruktionen nachgegangen wird. Ausgangspunkt sind die Informationen der der am IKF existierenden Datenbank zu Österreicherinnen im KZ Ravensbrück zu den beiden Opfergruppen.
www.ikf.ac.at
Projektverantwortliche
Amesberger Helga Mag.a Dr.in - Institut für Konfliktforschung