Publikation Das Asylrecht als Experimentierfeld

Buchinformation


Das Asylrecht als Experimentierfeld
Eine Analyse seiner Besonderheiten aus vergleichender Sicht
Autor: Magdalena Pöschl, Franz Merli
Verlag: Dike Verlag Zürich
Projektcode: P16-2327


Information zum Projekt


Asylrecht als Experimentierfeld (Tagung 17./18. März 2016 und Tagungsband)


Asylum Law as a Field for Experiments (Congress and Publication)


Asylrechtliche Verfahren müssen viele Herausforderungen bewältigen, die sich in anderen Verfahren nicht stellen: Die Zahl der Anträge schwankt enorm; schon der Antrag löst Aufenthalts- und Leistungsansprüche aus, und zwar umso mehr, je länger das Verfahren dauert; bei sehr langer Verfahrensdauer kann sogar ein humanitäres Aufenthaltsrecht entstehen, das das beantragte Asylrecht gleichsam überholt. Österreich kann asylrechtliche Aufgaben aber durch Unzuständigkeitsentscheidungen auf andere Staaten verlagern. Die Asylwerber/innen wiederum befinden sich in einer Ausnahmesituation, sie sprechen in der Regel nicht Deutsch und sind mit Land und Verfahren unvertraut; was sie vorbringen, lässt sich schwer überprüfen. Doch die behördliche Entscheidung über ihren Asylantrag bestimmt das ganze weitere Leben der Betroffenen, sie geht erhebliche Risiken ein und kann kaum revidiert werden. Wie asylrechtliche Verfahren am besten auszugestalten sind, wird in der Öffentlichkeit sehr emotional diskutiert. Diese Umstände haben dazu beigetragen, dass sich das Asylrecht zu einem Experimentierfeld entwickelt hat, auf dem in schneller Folge immer neue Rechtsregeln erprobt werden. Wir wollen herausfinden, ob diese Sonderregelungen ihre Ziele erreichen und ob sie sich als Abweichung von allgemeinen Standards durchwegs rechtfertigen lassen. Dazu werden ausgewählte Regelungen des österreichischen Asylrechts analysiert und mit Lösungsstrategien anderer Rechtsordnungen konfrontiert.
Projektverantwortliche
Merli Franz Univ.-Prof.Dr. - Institut für Staats-und Verwaltungsrecht, Juridicum Wien; Pöschl Magdalena Univ.-Prof. Dr. - Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Juridicum Wien
Projektzeitraum
2016-02-01 bis 2016-11-30
Kategorie
Tagung und Publikation
Region
Österreich
Status
Projekt beendet